….macht zusammen etwa 2300 Kilometer….
Das Wetter wird schlechter. Blarney Castle können wir gerade noch ohne Regenschauer besichtigen. Der Turm erscheint mir sehr hoch und wirkt ziemlich mächtig.
Die lange enge Treppe bis nach oben ist gut zu bewältigen, da es im Schneckentempo vorwärts geht. Die Leute wollen sich alle die Gabe der Eloquenz erküssen.Platzangst darf man auf diesem Treppenaufgang aber nicht entwickeln…..echt ein bißchen arg eng….und vor und zurück geht es nicht….. Oben weht eine steife Brise. Im Angesicht der akrobatischen Verrenkungen, die erfporderlich sind, um in Windeseile den Stein der Eloquenz zu küssen, verzichten die meisten Leute und beschäftigen sich nur mit ihren Fotoapparaten und der Aussicht. Ich lege mich auf den Rücken und werde hastig wieder hoch gezerrt,
bevor ich zum Küssen komme…nun ja, es wird dann eben nichts mehr in diesem Leben mit meiner Eloquenz… Die „professionellen “ Fotos, die man für 10 das Stück kaufen soll, sind so unmöglich, dass ich verzichte.
Um so schöner ist der Rundgang durch die Gärten.
Nur ganz kurz streife ich durch den Giftgarten, danach in einen Bereich, den ich als Zauberwald bezeichnen würde (heißt offiziell: rock close ). Dort wachsen riesige Blattgewächse, mit Blättern, die dem Rhabarber ähneln. Ansonsten gibt es viele Ecken mit Steinen, die an Zaubergestalten erinnern und auch einen Dolmen, sowie eine Wunschtreppe.
Allzu lange kann man auch da nicht verweilen…der Bus ruft und pünktlich zur Abfahrt fängt es wieder an zu regnen.
Wir fahren nach Cork und sollen unsere Mittagspause in der schönen Kleinstadt verbringen. Die Idee ist gut, aber es regnet in Strömen und so macht es überhaupt keinen Spaß durch die halboffene Stadt zu laufen…..es ist Sonntag….. der eigentlich vorgesehene „Englisch Market“ in Kork fiel dem Sonntag zum Opfer. Zum Glück gibt es ein unattraktives Kaufhaus, wo man sich etwas zum Essen kaufen und die Zeit vertreiben kann..das war dann Cork…..
Um 14 Uhr sind wir in Midleton angemeldet, um uns die Old Jameson Whiskey Destillery anzusehen. Nach einem kurzen Film geht die Führung durch das Gelände…wir bekommen eine Regenpellerine geschenkt…. Zum Schluß dürfen wir natürlich den Whiskey probieren und dann sollen wir im größten Souvenirladen von was was ich…mal wieder unser Geld ausgeben. So viele Mitbringsel kann man gar nicht erstehen, wie einem immer vor die Nase gehalten werden, vor allem ist es eigentlich in jedem Geschäft dasselbe, nur in einem gibt es 20 Becher mit bunten Schafen, im nächsten sind es eben 50 mit bunten und 50 mit schwarzen Schafen….
Es regnet weiter und wir übernachten in der Nähe von Cork.
Abends klart das Wetter auf und so kann ich noch einen schönen Rundgang am Hafen entlang machen, 2 Friedhöfe und 3 Kirchen (von außen) anschauen. Ich brauchte dringend Bewegung.
In dem Hotel- Pub war abends Live Musik von 5 Iren, darunter ein etwa 7-jähriger Junge, der ein Tamburin spielte. Mir hat die Musik sehr gut gefallen, besser als die Touriaufführung, für die wir auch noch 30€ bezahlt hatten. Aus dem einheimischen Publikum sangen 2 Männer ihre Lieder. Einer sang das bekannte Lied „Danny Boy“ aus dem Jahre 1910 recht gefühlvoll und ergreifend.
Am letzten Tag der Rundreise regnete es wieder viel, wenn auch in Abschnitten. Morgens haben wir ein Auswandererschiff (Nachbau) besucht und uns erzählen lassen, was es mit der großen Hungersnot vor 150 Jahren auf sich hatte und wie verzweifelt die Leute auf den Schiffen landeten, die von hier aus nach Kanada ausliefen. Die Hälfte der Leute ist auf der Reise verstorben. Jede Familie bekam unter dem Deck eine Art Hundekiste, in der sich das Leben für 4-6 Personen abspielte.
30 Minuten Frischluft pro Tag waren gestattet, in der Zeit musste auch noch auf einem kleinen offenen Feuer gekocht werden. Die Passagiere der 1. und 2 . Klasse sind sich bei der Überfahrt nicht begegnet, waren streng voneinander abgeschirmt.
Danach geht es im Regen nach Kilkenny, wo wir das Kilkenny Castle besichtigen, es gibt eine Führung durch das Schloss,
das aus dem 12. Jahrhundert stammt. Von den Gärten habe ich nur einen kleinen Rosengarten und eine riesige Parkanlage gesehen.
Erstaunlich, dass man hier überall Hunde mit hinein nehmen darf, allerdings sollen sie an der Leine geführt werden und nichts hinterlassen. Sogar in einer Kirche habe ich einen Hund entdeckt.
Nun geht es noch nach Dublin. Wegen eines Verkehrsstaus fällt die Freizeit kürzer aus als geplant, reicht aus, um sich einen kurzen Überblick über die Innenstadt zu verschaffen, mehr aber nicht. Bei schönem Wetter.und o Wunder…hatten wir das dann gerade mal wieder….. macht es einen netten Eindruck.
Nun geht es zum Hotel beim Flughafen, ein letztes Abendessen in Bahnhofshallenatmosphäre und am nächsten Tag geht es nach Hause. Da es schon wieder oder immer noch regnet, fällt es auch nicht schwer, Abschied zu nehmen. 2011 Jahr soll das regenreichste Jahr seit der Wetteraufzeichnung gewesen sein und in diesem Jahr sei es auch nicht besser. Da kann hannover sich ja gleich anschliessen, jedenfalls nach meinem Gefühl.
In der Gruppe wanderte ein Infekt durch die Reihen. Christiane ist ihn schon wieder los, bei mir ist er jetzt angekommen….habe Halsweh, Fieber und Husten…..
Übrigens machen die Deutschen mal gerade 4% der Besucher in Irland aus. Kaum zu glauben, wenn man sich vorstellt, dass alleine Trendtours alleine mit 4 Bussen pro Woche seine Runde dreht . In jedem Bus sitzen ca 46 Leute…macht zusammen knapp 200 pro Woche…aber die Saison ist kurz, von Mai bis Oktober….
….so heißt die berühmte Straße, die einmal um die Landzunge herum führt. Da die Straßen recht eng sind, haben sich die Busfahrer geeinigt, die Straße nur in einer Richtung zu befahren. Pkw`s dürfen in beide Richtungen fahren. Und heute fahren wir den Ring of Kerry ab.
Zunächst machen wir einen Stopp beim Kilarney Nationalpark und besteigen mehrere Kutschen, die uns eine knappe halbe Stunde durch den Park kutschieren.
Es ist ziemlich kalt, aber der Nieselregen, der sich immer wieder ankündigt, bleibt dann doch aus . Vorbei geht es an alten Zedern, Eiben und etlichen anderen Bäumen, sowie den von ihren Hörnern befreiten (gesetzliche Vorschrift) pechschwarzen Kühen, die die Kerry Butter liefern und einem alten Friedhof mit Ruine, einem von Oliver Cromwell zerstörten Gebäude.
Danach werfen wir einen kurzen Blick in das Mucross House samt Garten/Parkanlage. Vor 150 Jahren hatte die Familie sich enorm ins Zeug gelegt, um die Queen Viktoria und ihren Gemahl Albert zu empfangen. Sie hatten gehofft, dadurch in den Adelsstand erhoben zu werden. Leider scheiterte das aber am alsbaldigen Tod des Hausherrn und die Familie sei letztendlich verarmt, heißt es….
Wir fahren weiter und sind trotz des Regens guten Mutes, was das Wetter betrifft, und das sollte auch richtig sein. Bis auf minimales Sprühen blieb der Tag trocken und war teils wieder recht sonnig.
Mittagspause machen wir in Waterville. Die kleine Stadt wirkt eher langweilig, zieht sich an der Küste entlang und ist irgendwie verschlafen. Einen von Monique angepriesenen Lobster haben wir auf die Schnelle nicht gefunden, dafür aber in einem niedlichen, kleinen Hostel mit bunt zusammengewürfeltem Mobiliar….The Soupehouse….eine tolle Suppe und Sandwich gegessen. Wir saßen die meiste Zeit in der Sonne, ein kleiner Sprüher ließ uns dann aber doch in die gute Stube flüchten. Der Ort soll eine gewisse Berühmtheit besitzen, diverse bekannte und berühmte Schauspieler und sonstige Künstler waren wohl häufiger hier….wir ja nun auch !!!!
Die Landschaft im Bereich der Nordseite der Insel ist abwechslungsreich und satt grün, die Küste fällt flach ab. Über einen Berg, auf dem es enorm stürmt, geht es um die Spitze auf der Südseite zurück. Hier wird die Landschaft wieder spannender, mit Hügeln links und teils schärenartigen Gebieten rechts.
Kaum ist der Bus den Berg heruntergerollt, findet die nächste Pause am Sandstrand statt, wo sich einige wenige Leute an dem schönen Sonnenschein erfreuen. Ein Mann schwimmt seinem Kind lange im Wasser, was kaum mehr als 10-12 Grad hat. Das Kind trägt einen Neoprenanzug, er nur eine Badehose!!!
Die Rast ist kurz, die Karawane zieht weiter. Auf einer Anhöhe gibt es wieder einen Aussichtsstopp ….
und zur schönen Natur gesellt sich ein schönes Brautpaar, dazu mehrere frierende Jungfern in blauen Kleidern.
In Sneem wird letztmalig für heute angehalten, dort gibt es einen Musikladen mit großer Auswahl und Monique (unsere Reiseleiterin) führt uns zu einer CD, die wir während der Fahrt gehört haben und die auch uns gut gefällt.
Heute Abend war eigentlich ein Theaterstück angesagt. Da wir aber keine Karten mehr bekommen haben, genießen wir die freie Zeit und packen, weil es morgen früh weiter geht.
Freitag, der 13.7.2012……6. Reisetag
Das Frühstück im Earl of Desmond Hotel (3*) in Tralee ist vor allem laut und hektisch…wie in einer Bahnhofshalle….aber satt sind wir, und das ist auch schon was wert…. Hier werden die Gruppen im Viertelstundentakt in den großen Essraum gelotst….ist die eine Gruppe mit der Vorspeise fertig, darf die nächste Gruppe ran…usw….Somit geht alles zack-zack…schließlich wollen mindestens 300 Leute abgefüttert werden, aber das Essen schmeckt und richtig gemütlich wird es dann eben wieder daheim…..
Die Fahrt in Richtung Meer geht durch hügelige grüne Landschaft, die aber über lange Strecken unsichtbar bleibt, so stark regnet es und Nebel versperrt die Sicht total. Höchster Berg der Gegend etwa 900m.
Irland ist offenbar waldlos, also total abgeholzt. Laut Reiseleiterin Michelle wird aufgeforstet, aber offenbar nur mit Kiefern….als Nutzholz ???? Sieht komisch aus, an vielen Stellen gibt es große viereckige Areale, alle mit Kiefern eng gefüllt. Einen Holzlaster habe ich gesehen, diese Stämme sahen aus, als wären sie für die Papierindustrie gedacht. Aufforstung müsste meiner Meinung nach anders aussehen….aber mich fragt ja wieder keiner….
Den ersten Stopp können wir schon bei Sonnenschein an der Steilküste verbringen. Es ist so warm , dass man sich fühlt, wie am Mittelmeer. In den Gärten wachsen Yukkapalmen und die Wege sind gesäumt von Fuchsienhecken. Dann fahren wir über Dingle zunächst bis an die westlichste Ecke von Irland ( Slea Head )und können einen klitzekleinen Spaziergang in Richtung Meer machen. Die Landschaft ist wirklich atemberaubend und die Sonne verbessert die Sicht und die Laune.
Alte Steinhäuser aus vorchristlicher Zeit sind gegen einen Obolus zu besichtigen, leider ist die Zeit zu kurz bei unserem Ministopp an einer anderen Aussichtsstelle, um da schnell den Berg hinauf zu laufen..
Wir fahren nach Dingle, einer kleinen Hafenstadt, Heimat des berühmten Delfins namens Fungi. Wegen Fungi kommen Heerscharen von Touristen mit ihren Kindern hierher. Man kann eine Stunde mit einem Boot in der Bucht fahren und meistens kommt Fungi herbei und begeistert die großen und kleinen Menschen.
Einige aus der Reisegruppe machen die Fahrt und lernen Fungi kennen, wir gehen lieber Fisch und Chips essen und spazieren danach gemütlich durch den Ort.
Vor ca 45 Jahren hatte man Leute aus den Städten in die Region Kerry in leere Häuser umgesiedelt und viele davon sind heimisch geworden und möchten, samt ihrer Kinder nicht mehr weg. Dasselbe durchdenkt man jetzt erneut, denn es stehen unendlich viele Häuser leer, und die Leute in der Stadt haben kein Geld,aber viele, viele Kinder und keinen ausreichenden Wohnraum. Kürzlich gingen bei einer Versteigerung 14 nagelneue Häuser für 240.000€ weg. Da ist es ja tatsächlich eine Überlegung wert, ob der Staat da nicht wieder einmal tätig werden sollte….Zum Abschluss der Tagesfahrt waren wir dann noch auf einer Viehauktion und konnten uns das Geschrei des Auktionators anhören, die Kühe bewundern und sehen, wie die Käufer…alles Männer…. durch kleine Fingerbewegungen ihre Gebote abgaben.
Nach dem Abendessen ging es in das große Stadion zum Windhund Rennen. Man konnte auf einer Tribüne hinter Glas oder im Freien sitzen . Es waren sehr große Windhunde und das Geschrei und die Aufregung während des Rennens war ebenfalls groß. Hier kommen die Familien mit den Kindern zum Essen her,das Guinness fließt reichlich, die Stimmung gut, also ein echtes Freizeitvergnügen für Alt und Jung.
….nun soll hier endlich Ordnung herrschen… zumindest was die Reihenfolge meiner Einträge betrifft. Bilder Hochladen geht unendlich langsam…. Heute habe ich schon gar keine große Laune mehr, wenn das mit der Bloggerei jeden Tag so schwierig ist….na gut…..
Wir waren halt von morgens kurz nach 8 bis nach 18 Uhr unterwegs, irgendwann geht die Puste aus. In dem jetzigen Hotel bleiben wir immerhin 3 Nächte, das ist ein Gewinn.
Heute Morgen war strahlender Sonnenschein, bis etwa 11 Uhr. Die Zeit haben wir im Bus verbracht. Dann hatten wir 2 Stunden Zeit, um Galway unsicher zu machen. Das ist ein echt schönes Städtchen mit lauter kleinen Gassen voller Pubs , kleiner Eßlokale, Strassenkünstlern, Blumen , Menschen und knallbunter Häuschen. Natürlich ein Souvenirshop am anderen. Ich habe auch zugeschlagen und konnte einer bunten Ringelmütze nicht widerstehen….schließlich muss ich die notleidende Wirtschaft auch unterstützen.
Es sieht hier wirklich übel aus. Egal wo man unterwegs ist, in manchen Ecken gibt es mehr leere als bewohnten Häuser. Vor allem stehen viele neugebaute Siedlungen total leer und das seit Jahren. Hier haben die Banken den Leuten wohl wesentlich höhere Kredite aufgezwungen, als sie gebraucht hätten. Sonst hätten sie gar nichts bekommen. Dann haben sich die Menschen davon eben noch ein Auto , neue Möbel etc gekauft, was sie eigentlich gar nicht brauchten. Mit der Wirtschaftskrise war dann alles zerronnen und die Häuser sollen haben oft weit über die Hälfte des Wertes verloren, teilweise gibt es noch dramatische Beispiele von Ausreißern noch weiter nach unten.
Was das Gesundheitswesen betrifft, haben wir nicht viel erfahren, nur soviel: es muss schaurig sein verglichen mit dem unsrigen….alleine für einen Besuch beim Arzt muss man jedes Mal 50 !!!! € löhnen. Krankenhäuser gibt es nur wenige. Spricht man dort selbst vor, kostet das erst mal 100€, überweist einen der Arzt, dann kostet es nur 50 €. Also schieben die Leute alles auf die lange Bank und manchmal erledigen sich die Probleme ja auch von alleine….so oder so….
Nach Galway haben wir das Bunratty Castle besucht, einen viereckigen Turm aus dem 15. Jahrhundert.
Renoviert wurde er vor wenigen Jahren mit den Geldern eines privaten Spenderpaares, die auch das alte Inventar gestiftet haben. Drum herum ist ein Freilichtmuseum mit kleinen, mit reetgedeckten Häuschen aufgebaut. Das größte Haus ist der Souvenirshop am Ausgang….
Mittlerweile regnet es ohne Pause und die Besichtigung des Dorfes Adare (…es sei das schönste Dorf Irlands, so schön englisch….) findet Nieselregen statt. 20 Minuten Zeit bekommen wir für den Rundgang, Rollschuhe wurden uns aber leider nicht mitgeliefert.
Der Ort ist sehr klein und es reihen sich vielleicht 15 wunderschöne kleine Reetdachhäuser auf einer Straßenseite aneinander. Fast alle haben prächtige Blumengärten, aber alles trieft vom ständigen Regen.
Die lange Fahrt hat um 18.30 ein Ende. Mal sehen, was uns morgen erwartet.
nunhabe ich zwar alles in der Kiste, bis auf die Fotos…, aber beim Übertragen sind die Tage durcheinander geraten…nun ja, ein bißchen Mitdenken kann nicht schaden… vielleichtkann ich es noch richten, aber heute bestimmt nicht….. es ist 23.12 und ich werde nun ins Schlossbett fallen.
Gestern klappte alles vorzüglich. Alle Flüge o.k. Ab Frankfurt ging es mit einem A321, der war mir noch nicht begegnet. Relativ neu war er und es gab nichts zu meckern, aber beim Reinkommen hat er mich an eine Legebatterie erinnert. Durchgehender großer Raum ohne Abtrennungen, lediglich im Bereich der Notausgänge ragte jeweils eine schlanke Sitzrückwanderhöhung in den Raum. Die Rücklehnen sind schmaler als bei den älteren Maschinen und für den Kniebereich dafür die Ausbeulungen tiefer.
Zum Hotel BEWLEYS wurde mit einem normalen Shuttlebus gefahren,in dem man seine Koffer im vorderen Bereich in 3 Etagen stapeln sollte….ob Alt oder Jung…den Fahrer ging das nichts an…Hauptsache noch mehr Leute rein…
Draußen war es nass, aber richtig gepladdert hat es erst nach unserem Abendessen, was nicht schlecht war. Lediglich die Akustik in einem Bereich mit ca.120 schnatternden Leuten war eine Katastrophe…schlimmer als im Hühnerstall…
Das Hotel liegt ganz nahe am Flughafen, akustisch kein Problem, die Fenster schließen gut und das Zimmer sind prima.
Draußen regnet es ….. das Frühstück wartet und um 7.45 ist schon Abfahrt.
Internet : 1 Euro für 7 Minuten!!! …nicht schlecht…
gleich nach dem Frühstück fahren wir aufs Land zu einem Schäfer, der mit Border Collies arbeitet. Es regnet mal wieder und so müssen wir uns erst im Stall unterstellen und gehen dann- weil der Regen nicht aufhört- auf den quietschenassen Rasen, wo er seinen Hund mit Pfeife und Zurufen über die Wiese dirigiert, der etwa 8 Schafe kreuz und quer , hin und her treibt. Leider war ihm vor 2 Tagen ein Hund an einer Vergiftung gestorben und ein anderer hat Probleme mit den Pfoten. Der dritte ist noch zu jung zur Arbeit und so fürchtet er um sein Zubrot mit den Touristen. Laut Reiseleiterin braucht er das Geld dringend, da er es allabendlich in die Abbey Bar trägt und aus dieser jede Nacht hinaus rollt….
Über Land fahren wir ans Meer, nach Rossnowlogh.
Bei Ankunft gießt es mal wieder, aber nach einer kurzen Kaffeepause ist strahlender Sonnenschein angesagt. m Strand tummeln sich Schulklassen, Familien samt Auto und Kleinkindern und im Wasser jede Menge Surfer.
Pünktlich zur Abfahrt…etwa nach 40 Minuten…regnet es wieder….bis zur Ankunft bei einem kleinen Kloster, was relativ neu ist und zu dem mir nichts einfällt……bei der Abfahrt regnet es schon wieder, hört aber auf, als wir an einem Steilküstenabschnitt einen Fotostop machen. Da wo es besonders schön ist, darf man nicht halten…also ist der erlaubte Stop nur 2. Klasse, was Christiane veranlasst, selbstvergessen eine kleine Wanderung anzutreten….. wir haben sie dann aber doch noch in den Bus steigen lassen und mitgenommen….es waren nämlich nur 10 Minuten Pause vorgesehen….
Leider gab es trotz strahlenden Sonnenscheins auch keine Gnade bezüglich einer Zeitverlängerung…….wir mussten ja noch durch den Ort fahren, in dem Mount Batton mit einigen Familienmitgliedern 1979 von der IRA ins Jenseits gebombt wurde. Aber nicht nur dadurch ist der Ort berühmt, es gab im letzten Jahr eine 20m hohe Welle, das hat dem Ort nun zu noch mehr Bekanntheit verholfen.
Auf dem Weg nach Sligo besuchen wir noch eine alte Kirche mit dazugehörigem Friedhof, auf dem ein berühmter irischer Dichter begraben ist.
In Sligo haben wir ca 90 min Zeit, um etwas zu essen und uns um zu sehen. Ich habe es dazu benutzt, meinem neuen Hobby nach zu gehen, ich habe mich auf den Bürgersteig gelegt. 2 alte Damen meinten gesehen zu haben, dass ich in ein Loch auf dem Bürgersteig getappt sei…wohl bei meinem Hans Guck in die Luft Gang, um ja nichts zu versäumen, was man so links und rechts am Wege sieht….. eine der Damen hat mich gleich auf einen Tee eingeladen. Leider musste ich schon zum Bus…..
Es ist nicht viel passiert, ich habe nur eine blaue Hand, ein blaues Knie und die Kamera spinnt. Mein Brillenetui ist platt, aber die Brille ist ist wie neu. Mehr Glück kann man gar nicht haben. Geregnet hat es auch erst wieder, als wir schon im Bus saßen.
Die Sonne ließ sich bald wieder blicken und so konnten wir ein großes Blechpferd auf einem Hügel und die Umgebung bei bestem Licht fotografieren. Leider fällt mir gerade nicht ein, zu wessen Gedenken das Tier da Wache hält.
Der Ankunft im Schlosshotel steht kaum noch etwas im Wege, wenn da nicht die Straße gesperrt gewesen wäre und wir einen Umweg hätten machen müssen…..da stellte sich heraus, dass der mittlerweile repariert Bus wieder kaputt war und das führte dazu, dass wir die Stadt….??????…..unsicher machen konnten, bis der Busfahrer wieder da war. Nun konnte unser Bus nur noch mit unseren Koffern fahren, wir wurden von einem anderen Bus transportiert und wahrscheinlich rollt heute Nacht wieder ein Ersatzbus aus Dublin an. Eigentlich alles halb so wild, wir haben mehr gesehen als vorgesehen ….nur aus dem gemütlichen Nachmittag im Schloss wurde nichts.
Im schönen Kilronan Castle Hotel (www.kilroncastle.ie) haben wir fürstliche Zimmer mit 5 riesigen Kissen auf jedem Bett bezogen, ein leckeres Mahl eingenommen, danach ein einstündiges Harfenkonzert genossen und dann….tja…Christiane schläft und ich quäle mich hier im Blog ab.
Das Schloss hat eine bewegte Geschichte auf dem Buckel und ist erst seit 4 Jahren ein Hotel.
Wlan scheint es hier nicht zu geben, und wenn, dann bringt es auch nichts… Gestern konnte ich die Beiträge mit Bildern gar nicht laden. Nunn habe ich die Bilder rausgenommen und werde mein Glück noch einmal versuchen. Ich hatte mir die Bloggerei etwas entspannter vorgestellt…..
Morgen fahren wir nach Galway, insgesamt sind das circa 350 km.
1. Tag der Rundreise, 2. Reisetag…9.7.2012
Um kurz vor 8 geht es los mit unserem Bus. Der ist mit 46 Personen rappelvoll, was ja gar nicht auffällt, wenn man erst einmal sitzt.
Dann folgt eine kurze Stadtrundfahrt durch Dublin, auf mich wirkt alles sehr englisch, eher klein und nicht protzig. in Dublin hat die Wirtschaftskrise deutliche Spuren hinterlassen, von der Bauruine bis zur Bruchbude,alles ist da, aber auch sehr schöne alte und neue Häuser gibt es zu sehen.
Dann geht es über Land in Richtung Nordirland, vorbei an sattgrünen Hügeln, auf denen sich beige, schwarz- und hellköpfige und auch weiße Schafe tummeln. Pferde sehen wir nicht so viele, aber einige Kühe sorgen für Nachschub in unseren Regalen…irgendwo muss die Irische Butter ja herkommen.
Die Grenze zu Nordirland ist kaum wahrnehmbar, am deutlichsten zeigen es die Straßenschilder. Sie sind nur noch in englisch beschriftet und nicht mehr in englisch und gälisch.
Wir machen Stopp bei den Marbel Arch Caves, wo wir eigentlich eine unterirdische Bootsfahrt im Programm hatten. Diese fiel aber buchstäblich ins Wasser….nämlich in das viele Regenwasser, was den Fluss zu stark hat ansteigen lassen.
Also gab es nur eine einstündige Fußtour durch das in 50 m Tiefe liegende Höhlenlabyrinth (nennt sich auch Global Geopark- Weltkulturerbe ) durch das der Fluss auch hindurchfließt. 150 Stufen runter im Gänsemarsch.
Nach dem kurzen Mittagessen die Überraschung: Der Bus ist kaputt….aber nach einer guten halben Stunde ist Ersatz da, etwas enger bestuhlt….schlecht nur für Leute mit ganz langen Beinen.
Weiter geht es im Dauerregen bis nach Donegal. Es regnet offenbar sehr viel in den letzten 2 Jahren. …..etwa alle 30-60 Minuten wechselt das Wetter von Regen zu dicht bewölkt mit gelegentlicher Möglichkeit, eine hinter den Wolken existierende Sonne zu erahnen.
Aber jetzt nehme ich den Regenschirm und gehe in Donegal auf und ab.
Wir wohnen ganz in der Mitte in dem kleinen Ort , in einem schönen, kleinen, gemütlichen Hotel, dem ABBEY- Hotel.
Ein Pub reiht sich an den anderen und man kann jede Menge Souvenirs erstehen.
Die Iren sind ungeheuer freundlich, das kann man sich kaum vorstellen. Man wird manchmal mitten im Ort ganz freundlich von Einheimischen gegrüßt, das hat man bei uns vielleicht noch in den Bergen…..
Einen Orden hat einer der 3 Apotheker im Ort verdient. Bei ihm wurde ich vorstellig, um zu fragen, ob es hier eine bestimmte Sorten Augentropfen gibt, da mir der Inhalt im Flugzeug förmlich explodiert ist und beim Öffnen nach den beiden Flügen jeweils nochmals eine Ladung heraus kam. Vorrätig waren sie und sie sollten knapp 30€ kosten. Ich meinte dann, dass ich bei dem Preis mal schauen würde, ob ich vielleicht die 9 Tage doch über die Runde käme und ich könnte sie dann ja woanders besorgen. Er fragte nett, seit wann ich denn unterwegs sei und wünschte mir alles Gute und eine schöne Reise. Dann stoppte er die Verabschiedung und sagte: warten Sie bitte einen Augenblick. Er nahm 1 Fläschchen Cosopt, steckte es in eine Tüte, seine Visitenkarte dazu und sagte, dass er mir das als Geschenkübergeben würde. Wenn ich zu Hause sei, könne ich ihm eine Mail schicken, dass ich gut angekommen sei. Ich bin immer noch sprachlos, ich kann mir so etwas in Deutschland nicht vorstellen.
Wenn einer mal nach Donegal kommt: nur bei Britton`s Pharmacy einkaufen!!!! Er ist der Held!…
Nach dem wieder viel zu gutem Abendessen wird eine sogenannte Fahrt mit dem WATERBUS angeboten.
Das Ding ist ein normales Boot, allerdings speziell gebaut, sodass es auch bei Wassertiefe von 1m fahren kann. Damit geht es etwa 90min die Bucht entlang , vorbei an Hügeln, Inselchen, kleinen Ansiedlungen, Kühen und einer Seehundbank ..
Oben auf dem Deck war es frisch, aber es hat nicht einen Tropfen geregnet, besser hätte es nicht sein können
.
Danach noch ein kleiner Rundgang durch das abendliche Donegal und ab ins schöne ABBEY HOTEL.
(10.7.2012)
Ganz so schlimm, wie es sich in .der Überschrift anhört, war es nicht. Es regnete zwar teilweise im 10 Minutentakt, aber meistens war der feine Nieselregen nur wie eine sanfte Feuchtigkeits-Schönheits-Dusche.
Auf dem Programm standen die zweithöchsten Klippen Europas (angeblich). Pünktlich zu unserer Ankunft hörte der Regen auf und so waren wir dem Sturm und der Schönheit der Natur trocken ausgeliefert.
Danach haben wir erfahren, wie es früher in den Webereien zu ging und wie beliebt die Engländer in Irland wegen ihrer Kolonialherrenart in Irland bis heute sind. Früher wurde hier viel Tweed gewebt, heute ist die Wirtschaft tot, es lebe der ferne Osten…
Wie shwer das Torfstechen ist, konnten wir im Regen beobachten. Es wird jeder Familie eine betimmte Menge genehmigt, die für ein Jahr reichen soll und die sie selbst stechen müssen. Manchmal wird flach, manchmal aber auch bis zu einer Tiefe von 15 Metern gestochen.
Zum Abschluss des erlebnisreichen Tages haben wir das Schloss Glenveagh besichtigt mit seinen wunderschönen Gärten. Leider auch hier….immer wieder Regen und zu wenig Zeit.
Die fehlt mir jetzt auch….muss zum Essen und danach zu einer Folkloreveranstaltung….mal schau`n.