Kerry, Heimat der guten irischen Butter

Freitag, der 13.7.2012……6. Reisetag

Das Frühstück im Earl of Desmond Hotel (3*) in Tralee ist vor allem laut und hektisch…wie in einer Bahnhofshalle….aber satt sind wir, und das ist auch schon was wert…. Hier werden die Gruppen im Viertelstundentakt in den großen Essraum gelotst….ist die eine Gruppe mit der Vorspeise fertig, darf die nächste Gruppe ran…usw….Somit geht alles zack-zack…schließlich wollen mindestens 300 Leute abgefüttert werden, aber das Essen schmeckt und  richtig gemütlich wird es dann eben wieder daheim…..

Die Fahrt in Richtung Meer geht durch hügelige grüne Landschaft, die aber über lange Strecken unsichtbar bleibt, so stark regnet es  und Nebel versperrt die Sicht total. Höchster Berg der Gegend etwa 900m.

Irland ist offenbar waldlos, also total abgeholzt. Laut Reiseleiterin Michelle wird aufgeforstet, aber offenbar nur mit Kiefern….als Nutzholz ???? Sieht komisch aus, an vielen Stellen gibt es große viereckige Areale, alle mit Kiefern eng gefüllt. Einen Holzlaster habe ich gesehen, diese Stämme sahen aus, als wären sie für die Papierindustrie gedacht. Aufforstung müsste meiner Meinung nach anders aussehen….aber mich fragt ja wieder keiner….

Den ersten Stopp können wir schon bei Sonnenschein  an der Steilküste verbringen. Es ist so warm , dass man sich fühlt, wie am Mittelmeer. In den Gärten wachsen Yukkapalmen und die Wege sind gesäumt von Fuchsienhecken. Dann fahren wir über Dingle zunächst bis an die westlichste Ecke von Irland ( Slea Head )und können einen klitzekleinen Spaziergang in Richtung Meer machen. Die Landschaft ist wirklich atemberaubend und die Sonne verbessert die Sicht und die Laune.

Alte Steinhäuser aus vorchristlicher Zeit sind gegen einen Obolus zu besichtigen, leider ist die Zeit zu kurz bei unserem Ministopp an einer anderen Aussichtsstelle, um da schnell den Berg hinauf zu laufen..

Wir fahren nach Dingle, einer kleinen Hafenstadt, Heimat des berühmten Delfins namens Fungi. Wegen Fungi kommen Heerscharen von Touristen mit ihren Kindern hierher. Man kann eine Stunde mit einem Boot in der Bucht fahren und meistens kommt Fungi herbei und begeistert die großen und kleinen Menschen.

Einige aus der Reisegruppe machen die Fahrt und lernen Fungi kennen, wir gehen lieber Fisch und Chips essen und spazieren danach gemütlich durch den Ort.

Vor ca 45 Jahren hatte man Leute aus den Städten in die Region Kerry in leere Häuser umgesiedelt und viele davon sind heimisch geworden und möchten, samt ihrer Kinder nicht mehr weg. Dasselbe durchdenkt man jetzt erneut, denn es stehen unendlich viele Häuser leer, und die Leute in der Stadt haben kein Geld,aber viele, viele Kinder und keinen ausreichenden Wohnraum. Kürzlich gingen bei einer Versteigerung 14 nagelneue Häuser für 240.000€ weg. Da ist es ja tatsächlich eine Überlegung wert, ob der Staat da nicht wieder einmal tätig werden sollte….Zum Abschluss der Tagesfahrt waren wir dann noch auf einer Viehauktion und konnten uns das Geschrei des Auktionators anhören, die Kühe bewundern und sehen, wie die Käufer…alles Männer…. durch kleine Fingerbewegungen ihre Gebote abgaben.

Nach dem Abendessen ging es in das große Stadion zum Windhund Rennen. Man konnte auf einer Tribüne hinter Glas oder im Freien sitzen . Es waren sehr große Windhunde und das Geschrei und die Aufregung während des Rennens war ebenfalls groß. Hier kommen die Familien mit den Kindern zum Essen her,das Guinness fließt reichlich, die Stimmung gut, also ein echtes Freizeitvergnügen für Alt und Jung.

6 Gedanken zu „Kerry, Heimat der guten irischen Butter

    • …..danke……..seit 3 Tagen keinen Regenschirm benutzt..noch 2 Tage……Dienstag geht es wieder nach Hannover……..heute Hohzeit im Hotel.sie schielt und er hat das Gesicht voller Metallstecker, aber tolle M Stöckelschuusik und viele ganz hohe Stöckelschuhe………

  1. 14.7.12 13.27 Hallo Uta!
    Meine guten Wünsche scheinen doch etwas bewirkt zu haben, hin und wieder gab es Sonne! Die Küste ist wirklich malerisch, aber so richtig wohl würde ich mich in der Landschaft nicht fühlen. Der kleine Fingerhut, der da ums Überleben kämpft, wirkt auch reichlich traurig. Die Windhunde kommen mir beängstigend vor.
    Uta, du bist auf dem Foto sehr hübsch, aber wieso ist dein Gesicht so lang??? Als ich dich gesehen hatte, war dein Gesicht ganz normal. Wohl wieder ein Geheimnis der Technik?
    Weiterhin schönen Urlaub und mit immer besserem Wetter!
    Helga

  2. Hallo Uta!
    Habe es endlich geschafft, den ganzen Blog zu lesen. Wegen der Kosten im Gesundheitswesen solltest du die Reiseleiterin fragen, wie hoch die Beiträge für die Krankenkasse sind. Gestern sagte unsere Tochter, die seien in Italien viel niedriger als bei uns. Dann würde sich also einiges ausgleichen.
    Wieso holst du dir ständig blaue Flecken? Wenn du die Farbe schon so liebst: Ein blaues Kleidungsstück würde es auch tun. Hattest du nicht in Süddeutschland vor einem Bahnhof ein ähnliches Erlebnis? Musst du denn überall den Boden küssen wie die Kreuzritter und der vorletzte Papst?
    Schade, dass du die Einladung der alten Dame zum Tee nicht annehmen konntest, so ist das eben mit den Gruppenreisen.
    Ich werde mich bemühen, deinen Blog zu kopieren, für den Fall, dass du wieder so einen Ärger hast wie damals in Asien. Ich habe ein gesundes Misstrauen gegenüber der Technik!
    Weiterhin viel Vergnügen, aber ohne neue Flecken!
    Helga

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